„Tafelfreuden für alle

Oberbürgermeister Reinhard Schwirzer
Oberbürgermeister
Jürgen Schröppel

Der Begriff „Tafel“ vermittelt im allgemeinen Sprachgebrauch die Vorstellung eines reichlich gedeckten Tisches. Dazu stellt man sich neben einer reichhaltigen Auswahl  noch einen optisch ansprechend, festlich geschmückten Tisch vor. Wesentlich ist aber auch, dass man zu einer Tafel in der Regel geladen wird, diese also nicht selbst gestalten muss.

Damit ist der Name „Weißenburger Tafel“ überaus zutreffend. Für viele unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger reicht es aufgrund wirtschaftlicher Zwänge eben nicht mehr dazu, den Essenstisch über das zum täglichen Mindestbedarf hinaus Notwendige zu decken. Manche können sich selbst das nicht mehr oder nicht immer leisten. Die derzeit explodierenden Energiepreise werden hier den Druck auf die privaten Haushalte noch erheblich verstärken.

Vor dem Hintergrund finanzieller Engpässe muss die Weißenburger Tafel für viele wie ein üppig gedeckter Tisch erscheinen. Fast kostenlos kann Mann oder Frau hier „tafeln“, also manches erhalten, was sonst nicht auf dem täglichen Speiseplan stehen würde.

Bei aller Freude darüber darf man aber nicht vergessen, dass es zu einer „Tafel“ auch jemanden braucht, der den Tisch deckt. Hier gilt es, zweimal Danke zu sagen.

Zunächst den engagierten Mitgliedern der am 29. Juni 2000 gegründeten „Weißenburger Tafel e.V.“, welche die Lebensmittel organisieren, d. h. abholen, bereitstellen und verteilen. Dieses soziale Engagement der inzwischen über 100 ehrenamtlichen Mitglieder verdient große Anerkennung.

Daneben, und das ist mindestens genauso wichtig, auch jenen Gewerbetreibenden und privaten Gönnern, die überzählige, aber einwandfrei verwertbare Lebensmittel zur Verfügung stellen. Selbst die für das Ladenlokal in der Schulhausstraße 4 notwendige Einrichtung und das Fahrzeug, mit dem die Waren bei den örtlichen Supermärkten und Einzelhändlern abgeholt werden, wurden durch Spenden ermöglicht.

Ich wünsche dem Verein „Weißenburger Tafel e.V.“ weiterhin viel Erfolg bei seiner wichtigen Arbeit um das Gemeinwohl.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Jürgen Schröppel
Oberbürgermeister